Wir wählen die Bewertungsmethode, die zum Objekt und zum Zweck passt — nicht umgekehrt. Von der Anlageliegenschaft bis zur Erbteilung.
Jede Bewertungsmethode beleuchtet einen anderen Aspekt einer Liegenschaft — Ertrag, Substanz, Vergleichsdaten oder Potenzial. Je nach Objekt und Anlass kombinieren wir die passenden Verfahren zu einer nachvollziehbaren Einschätzung.
Discounted-Cash-Flow: bewertet eine Liegenschaft anhand der abdiskontierten künftigen Zahlungsströme. Zentral bei grösseren Rendite- und Portfolioobjekten, da sie Mietvertragsabläufe, Sanierungen und Marktveränderungen über die Zeit explizit abbildet.
Bewertet eine Liegenschaft anhand der nachhaltig erzielbaren Erträge, kapitalisiert mit einem marktüblichen Zinssatz. Die zentrale Methode für Renditeobjekte wie Mehrfamilienhäuser und Gewerbeliegenschaften.
Ermittelt den Wert aus Bauwert — Wiederbeschaffungswert abzüglich Altersentwertung — plus Landwert. Sinnvoll bei Objekten ohne aussagekräftigen Ertrag oder Vergleichsdaten, etwa bei speziellen oder selbstgenutzten Liegenschaften.
Statistisches Verfahren, das den Marktwert aus einer breiten Vergleichsdatenbank ableitet und preisbildende Merkmale wie Lage, Grösse, Baujahr und Ausbaustandard gewichtet. In der Schweiz die Standardmethode der Banken für die Belehnungswertermittlung von Wohneigentum.
Der Wert einer Immobilie ist selten eine einzelne Zahl — er ist das Ergebnis der richtigen Methode.
Neutrale, nachvollziehbare Verkehrswertschätzung für gerichtliche Verfahren, Erbteilungen oder güterrechtliche Auseinandersetzungen. Entscheidend ist eine transparente, methodisch fundierte Herleitung, die vor Gericht oder unter Erben Bestand hat.
Marktorientierte Einschätzung als Grundlage für die Preisstrategie vor dem Verkauf — unter Berücksichtigung von Lage, Zustand, Vergleichsobjekten und aktueller Nachfrage.
Beurteilung von Nutzungsreserven, Ausnützungsziffer sowie Verdichtungs- und Aufstockungsmöglichkeiten. Zeigt auf, ob und wie eine Liegenschaft über den heutigen Zustand hinaus an Wert gewinnen kann.