- Wie wird der Wert einer Immobilie berechnet?
- Über anerkannte Verfahren: Bei Wohneigentum leitet die hedonische Methode den Marktwert aus Vergleichsdaten ab, bei Renditeobjekten stehen Ertragswert und DCF im Vordergrund, bei speziellen oder selbstgenutzten Objekten der Sachwert. Wir wählen das Verfahren nach Objekt und Zweck und legen die Herleitung im Dossier offen.
- Was ist der Unterschied zwischen Marktwert und Verkehrswert?
- Beide bezeichnen den Preis, der bei einem Verkauf unter normalen Bedingungen erzielbar ist. «Verkehrswert» ist der Begriff, der in rechtlichen Zusammenhängen wie Erbteilungen oder gerichtlichen Verfahren verwendet wird, «Marktwert» die marktbezogene Entsprechung im Verkaufskontext.
- Was ist mein Haus in Burgdorf oder Bern wert?
- Das hängt von Makrolage, Mikrolage, Grundstück, Baujahr, Ausbaustandard, Unterhaltszustand und der aktuellen Nachfrage ab. Eine belastbare Antwort setzt eine Objektaufnahme vor Ort und den Abgleich mit Grundbuch, Plänen und Vergleichsobjekten voraus, nicht eine Online-Schätzung.
- Wann ist eine DCF-Bewertung sinnvoll?
- Wenn die künftigen Zahlungsströme über die Zeit unterschiedlich verlaufen: bei auslaufenden Mietverträgen, geplanten Sanierungen, Leerstandsrisiken oder Portfolios. Bei einem stabil vermieteten Mehrfamilienhaus genügt oft die Ertragswertmethode.
- Welche Unterlagen werden für eine Bewertung benötigt?
- In der Regel Grundbuchauszug, Grundriss- und Schnittpläne, Gebäudeversicherungsausweis, Angaben zu Sanierungen und Unterhalt sowie bei Renditeobjekten das Mieterverzeichnis und die Nebenkostenabrechnung. Fehlende Dokumente beschaffen wir auf Wunsch mit.
- Soll ich meine Immobilie vor dem Verkauf bewerten lassen?
- Ja. Die Bewertung ist die Grundlage für Preisstrategie und Positionierung. Ein zu hoher Angebotspreis verlängert die Vermarktungsdauer, ein zu tiefer verschenkt Substanz. Mehr dazu auf unserer Seite zum Immobilienverkauf.